Mit der Parzellierung eines Hohenschönhausener Landgutes der Gropius-Familie entstand das Villenviertel Orankesee, welches man auch den "Wannsee des Nordens" nannte. Ein weiteres Villenviertel entstand um 1900 am frisch angelegten Obersee nach Kauf des Gebiets von der bereits ansässigen Berliner Löwen-Brauerei. Aufgrund der hohen Standortgüte nahm der Zuzug der Bevölkerung erheblich zu. In den 1930er Jahren siedelten sich, dem guten Ruf folgend, Industrielle, Künstler und andere Wohlhabende im Gebiet an. Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Zuckerwarenfabrik wieder.

Die Deutsch-Amerikanische Zuckerwarenfabrik GmbH zog bereits 1908 in das Gebiet und ließ das Fabrik- gebäude bauen. Aufgrund wachsender Anforderungen wurde das Gebäude bis etwa 1928 ständig erweitert. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Betrieb von der DDR enteignet, bis etwa 1963 fabrizierte dort die "VEB Pralina" Schokoladen- fabrik. Nach der Wende bis 1992 wurde Elektro- und Signaltechnik produziert. Heute steht das Gebäude, als Beispiel für moderne zeitgenössische Industrie- bauweise, unter Denkmalschutz. Im Zuge der Revitalisierung des Gebiets entstehen in ihr 70 Wohnungen.

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